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Attack of the ants 17. September 2008, 18:40 EST : -77°56'6.00"E / -1°5'52.80"N (Die Cabañas im Urwald in -77°53'11.40"E/-1°1'33.60"N;Serena)

Im Primaerwald stehen grosse, kraeftige Baeume; im Sekundaerwald nicht. Stattdessen gibt es viele kleine, da die grossen abgeholzt wurden, damit sie den kultivierten Pflanzen nicht das Licht rauben.

Der Trip gestern fand komplett im Primaerurwald statt. Heute startete es im Sekundaerurwald, aber bald landeten wir auch wieder im unberuehrten Primaerwald. Orlando, unser Guide, zeigte uns fleissig nuetzliche Pflanzen, hielt nach Tieren Ausschau und erklaerte uns in einem Mix aus spanisch und englisch, was es mit den einzelnen Dingen auf sich hat. Ein bestimmter Baum names Sangre de Drago (Blut des Drachen) liefert beispielsweise Saft, der zur Wundenbehandlung (der Saft enthaelt Penicillin) oder als Make-Up genutzt werden kann. Aus den Blaettern einer anderen Pflanze baute Orlando uns Kopfschmuck und Faecher. Mit diesen Blaettern werden ebenso die Dächer der Haeuser hier (z.B. der Cabañas) gedeckt.

Groessere Tiere gab es unterwegs kaum zu sehen. Einmal sah ich einen Affen in einiger Entfernung zwei Baeume weiter springen. Ansonsten sahen wir hauptsaechlich kleineres Getier. Fur einen Kolibri, der direkt vor unserer Nase herflog, war ich leider zu langsam. Die Dinger sind verdammt schnell.

In der zweiten Haelfte des Vormittags wurden wir (bzw. hauptsaechlich ich) dann, waehrend uns Orlando gerade wieder etwas (diesmal eine Rueckenbuerste zum Duschen) bastelte von einer Armee Ameisen angegriffen. Wir hatten uns wohl versehentlich auf ihr Nest gestellt. Ich bemerkte den ersten Biss in meinen Bauch, dachte mir noch so “Was macht die denn da?” und sah im naechsten Augenblick, dass mein gesamtes linkes Bein voll von diesen Tieren war. Schnell den Standort wechseln war angesagt und die Biester abschuetteln. Das dauert bei gefuehlten Millionen Ameisen am Bein natuerlich so eine Weile. Waehrend dessen bissen die oben angekommenen und unter mein Shirt gekrabbelten 6-Beiner fleissig weiter zu. Das zwickt dann immer so ein bisschen, ist aber sonst bei den kleineren Ameisen (wir haben auch richtig grosse gesehen) nicht weiter gefaehrlich.
Auf dem weiteren Weg zwickte es dann noch immer mal wieder. Die letzte Ameise habe ich wohl erst dann erwischt, als wir mittags schon wieder an den Cabañas (geografische Koordinaten) waren.

Nach leckerem Mittagessen mit genialem Nachtisch (das wir irgendsoeine Frucht…) und einer gut eineinhalb-stuendigen Siesta in den Haengematten stand dann “Tubing” auf dem Programm. Das bedeutet, man schnappt sich einen grossen, donut-foermigen Schlauch, geht zu einem Fluss und laesst sich auf dem Schlauch die Stroemung entlang treiben. Wenn man Pech hat, reisst einen das Wasser vom Schlauch und man muss erst wieder muehsam auf sein Gefaehrt krabbeln. Wenn man ganz grosses Pech hat, reisst es einen vom Schlauch, waehrend das Wasser nicht tief und der Boden voller grosser Steine ist und schlaegt dann mit dem Ellenbogen (Richard) oder dem Oberschenkel (ich) hart auf.

Allerdings war das Tubing eigentlich nur ein Ersatzprogramm. Urspruenglich war geplant, nachmittags in den Dschungel zu laufen, um dort zu uebernachten. Orlando war aber der Ansicht, das Wetter waere dafuer zu schlecht gewesen. Die letzten Tage hatte es geregnet und heute war der erste Tag ohne grossartigen Niederschlag. Wir uebernachten also noch eine zweite Nacht in den Cabañas unter unseren Mueckennetzen.

Zugehoerige Gallerie: Dschungeltour Tag 2

— christopheraue

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